«Die Kirche muss genau hinzuschauen und eine wertschätzende und annehmende Haltung ausstrahlen.» Peter (59)
«Die Kirche muss genau hinzuschauen und eine wertschätzende und annehmende Haltung ausstrahlen.» Peter (59)
«Die Kirche muss genau hinzuschauen und eine wertschätzende und annehmende Haltung ausstrahlen.» Peter (59)

Kircheneintritt – haben Sie noch Fragen?

Wie funktioniert der Kircheneintritt?

Sie stellen ein Aufnahmegesuch an den Kirchgemeinderat Ihres Wohnortes. Dieser prüft die rechtlichen Voraussetzungen und beschliesst Ihre Aufnahme als Kirchenmitglied.

Die zuständige Pfarrperson wird mit Ihnen Kontakt aufnehmen. Auf Ihren Wunsch können Sie mit der Pfarrperson den Kircheneintritt besprechen.

Der Eintritt ist gebührenfrei.

Gibt es Bedingungen für eine Kirchenmitgliedschaft?

Sie müssen 16 Jahre alt sein – mit diesem Alter ist die religiöse Mündigkeit erreicht. Vorher entscheiden die Inhaber der elterlichen Sorge über das Aufnahmegesuch.

Sie dürfen nicht gleichzeitig Mitglied einer anderen Landeskirche sein. Es ist möglich, sowohl unserer Landeskirche als auch einer evangelischen Gemeinschaft (z.B. Evangelisches Gemeinschaftswerk EGW) oder einer evangelischen Freikirche anzugehören.

Welche Rechte habe ich?

Sie können sich als Stimm- und Wahlberechtigte an kirchlichen Wahlen und Abstimmungen beteiligen.

Sie sind wählbar für Ämter in Ihrer Kirchgemeinde, Ihres Bezirkes oder der Landeskirche.

Sie erhalten das Stimm- und Wahlrecht, wenn Sie 18-jährig sind.

Im bernischen Kirchenbiet müssen Sie dafür seit drei Monaten in einer Evangelisch-reformierten Kirchgemeinde wohnen. Im jurassischen Kirchengebiet wird das Stimm- und Wahlrecht bereits mit dem vollendeten 16. Altersjahr erreicht, doch sind Sie auch hier erst mit 18 Jahren in kirchliche Behörden wählbar.

Was habe ich zugut?

Als Kirchenmitglied erhalten Sie in Ihrer Kirchgemeinde kostenlose Dienstleistungen wie Taufe, Religionsunterricht, Konfirmation, Trauung und Trauerfeier.

Sie haben wie auch Nicht-Kirchenmitglieder Anrecht auf Seelsorge, Teilnahme an Angeboten oder Mitarbeit an Projekten.

Sie können Taufzeuge eines Täuflings sein – von zwei Taufzeugen sollte in der Regel wenigstens eine Person reformiert sein.

Ihre Kinder unter 16 Jahren werden ebenfalls Mitglied Ihrer Kirchgemeinde, sofern Sie selbst (und Ihr ebenfalls sorgeberechtigter Ehegatte) nicht etwas anderes bestimmen.

Wozu verpflichte ich mich?

Als Mitglied bezahlen Sie Kirchensteuern. Diese werden aufgrund Ihrer Steuerveranlagung berechnet und vom Kanton eingezogen. Die Kirchensteuersätze werden von der Kirchgemeindeversammlung bestimmt (also auch von Ihnen).

Gehört Ihr Partner oder Ihre Partnerin einer anderen Religion oder Landeskirche an, werden die Kirchensteuern anteilmässig auferlegt.

Was passiert mit meinem Geld?

Die Kirchensteuern finanzieren kirchliche Dienstleistungen und Projekte – in Kirchgemeinden und Bezirken, kantonal, in der Schweiz oder weltweit.

Davon profitieren Kirchenmitglieder, aber auch die ganze Gesellschaft. Das in die Kirchen investierte Geld ist produktiv: Einem Steuerfranken entsprechen Leistungen im Wert von drei Franken. Denn oft arbeiten Freiwillige mit!

Eine Besonderheit des Kantons Bern: Die Löhne der Pfarrer und Pfarrerinnen werden zu einem grossen Teil aus kantonalen Geldern bezahlt.

Muss ich mich taufen lassen?

Falls Sie bereits getauft sind: Die Taufe ist weltweit und lebenslang gültig.

Falls Sie nicht getauft sind: Die Taufe ist keine zwingende Voraussetzung für die Kirchenmitgliedschaft. Wenn Sie jedoch den Schritt zu einem Kircheneintritt oder Wiedereintritt tun wollen, sind Sie herzlich dazu eingeladen – und die Kirche begleitet Sie gerne dabei.

Wie kann ich aus der Kirche (wieder) austreten?

Sie können jederzeit den Austritt aus der Kirche erklären, indem Sie dies dem Kirchgemeinderat Ihres Wohnortes schriftlich mitteilen.

 

Haben Sie weitere Fragen? Wir stehen Ihnen gerne zur Verfügung.